Anneliese Hartleb-KULTURpunkt-Preis
Der KULTURpunkt hat einen Preis für ein künstlerisches Lebenswerk geschaffen, den
„Anneliese Hartleb-KULTURpunkt-Preis“. Ausgezeichnet wird damit eine Persönlichkeit, die
langfristig in der darstellenden Kunst, im orchestralen, solistischen und tänzerischen Bereich
die Kultur in Kassel angeregt, weiterentwickelt und bereichert hat. Der Preis stellt die
Würdigung eines Lebenswerkes dar. Benannt ist die Auszeichnung nach Anneliese Hartleb, der
Ehrenvorsitzenden des Volksbühne Kassel e.V.. Seit 2016 ist die Auszeichnung mit
Unterstützung der Kasseler Sparkasse mit 1.000 EUR dotiert.

1. Preisträgerin: Eva-Maria Keller
Erste Preisträgerin ist die Staatstheater-Schauspielerin Eva-Maria Keller. Die Künstlerin gehört seit 32 Jahren zu den Stützen des
Kasseler Schauspiels. Zusammen mit Karl-Heinz Nickel und Hartmut Müller gestaltet sie die Kasseler Literatur-Spaziergänge, und
als Miss Sophie hat sie zusammen mit Karl Garff die nordhessische Mundart-Version des Klassikers „Dinner for one“ populär
gemacht. Die 1. Verleihung fand im Anschluss an die Premiere „Floh im Ohr“ am 10. Oktober 2014 im Foyer des Schauspielhauses
statt. Laudator war - neben Intendant Thomas Bockelmann und dem Vorsitzenden Jürgen Fechner - der Kasseler Kabarettist Karl
Garff. Die Dotierung wurde freundlicherweise von der EAM gestellt.
2. Preisträger: Wolfram Geiss
Am 12. April wurde dem Cellisten Wolfram Geiss der nach der Mitbegründerin der VolksBühne benannte Kulturpreis unter großem
Beifall verliehen. Knut Hoffmann, stellv. Vorsitzender des VolksBühne Kassel e.V./KULTURpunkt, würdigte die Arbeit des Künstlers,
die nicht nur in der Region Beachtung gefunden habe. Laudator der Verleihung, die im Rahmen des 1. Frühlingskonzertes des
„Kammerorchester Louis Spohr“ stattfand, war Patrik Ringborg, Generalmusikdirektor des Staatstheaters Kassel. Äußerst charmant
berichtete er nicht nur von der Zusammenarbeit mit Wolfram Geiss, sondern hob sein verdienstvolles Wirken auch außerhalb des
Orchesters - etwa in der Nachwuchsförderung- hervor.
Der Preis wurde überreicht von Michael Bergholter, der die ANP Architektur- und Planungsgesellschaft vertrat, die den Preis mit
1.000,- EUR dotiert. Als Zugabe spielte das Ensemble aus der 3. Orchestersuite von J.S. Bach „Air“. Wolfram Geiss widmete dieses
Stück der kürzlich verstorbenen Anneliese Hartleb.

Foto: Vorsitzender Jürgen Fechner (VolksBühne),Michael Bergholter (ANP), Wolfram Geiss, Patrik Ringborg (GMD), stellv. Vorsitzender Knut
Hoffmann (VolksBühne)
Wir nehmen Abschied von Anneliese Hartleb... mehr
3. Preisträger: Michael Fajgel
Im Anschluss an die letzte Vorstellung Die Drei von der Tankstelle erhielt Michael Fajgel den mit 1.000 EUR dotierten Preis. Es
gratulierten ihm die Initiatoren des Anneliese Hartleb-KULTURpunkt-Preis Jürgen Fechner und Knut Hoffmann von der
Besucherorganisation VolksBühne Kassel e.V.. Zu den Gratulanten gehörte auch Karsten Kroll, Regionaldirektor der Kasseler
Sparkasse, die die Dotierung freundlicherweise zur Verfügung stellt.
Laudator war der beliebte Kasseler Schauspieler Herwig Lucas. Er wies darauf hin, dass Michael Fajgel mit dem Betrieb des Theater
im Centrum (tic), dass ohne jegliche Subventionen auskommen muss, etwas Unmögliches möglich mache. Dafür bedankte Lucas
sich im Namen des Ensembles und der Zuschauer bei Fajgel. Krönender Abschluss der stimmungsvollen Zeremonie war ein Solo
von Daniele Nonnis, der zu ehren von Michael Fajgel ein mitreißendes The impossible dream intonierte.

Michel Fajgel wurde 1958 in Hannover geboren. Nach einer Ausbildung zum Musicaldarsteller und Schauspieler begann Fajgel
bald seine eigenen Stücke zu schreiben und neben seinen Engagements mit freien Theatergruppen zu arbeiten. Fajgel war unter
anderen am Kasseler Staatstheater, Städtische Bühnen Münster, Stadttheater Lübeck, Stadttheater Hildesheim, Stadttheater Gera
und Stadttheater St. Gallen beschäftigt. Fajgel arbeitet seit 1986 als Regisseur, Autor und Darsteller. Seit Mai 2003 leitet er das von
ihm gegründete theater im centrum (tic) und bereichert Kassel mit der zweitgrößten Bühne der Stadt. Für ein Theater
ungewöhnlich: Fajgel betreibt das tic ohne jegliche Subventionen. Neben zahlreichen Benefizveranstaltungen, erweitert er mit der
Gründung und Leitung des Brüder Grimm Festival Kassel e. V. die Kasseler Kulturszene um eine weitere Attraktion.


            Von links nach rechts: Karsten Kroll, Michael Fajgel, Knut Hoffmann, Jürgen Fechner                    Foto: Thomas Schulz

4. Preisträger: Karl Garff
Für seine Verdienste um die Kasseler Theater- und Kulturlandschaft wurde ihm vom KULTURpunkt der Anneliese Hartleb-
KULTURpunkt-Preis verliehen. Zur Preisverleihung im Cassalla Theater gratulierten Jürgen Fechner für den Vorstand des
KULTURpunkt, sowie Herwig Lucas, der vorab mit seinem Programm „Sachen zum Lachen“ begeisterte. Zu den Gratulanten
gehörte auch Karsten Kroll, Regionaldirektor der Kasseler Sparkasse, die die Dotierung des Preises in Höhe von 1.000 EUR
freundlicherweise zur Verfügung stellt. Für die Laudatio war die Autorin Verena Joos eigens aus Wien angereist. Karl Garff
bedankte sich bei Ihr für die unterhaltsame Zusammenfassung seines bisherigen Schaffens. Neben Freunden und Wegbegleitern
bedankte sich der nordhessische Künstler aber vor allem bei seiner Frau und dem Publikum.